Die erste schriftliche Erwähnung der Stadt geht
auf das 13. Jh. zurück. Ihr Gründer, König Mengrai, errichtete
hier eine Festung gegen die Einfälle der Mongolen von Norden her
und machte Chiang Rai zur ersten Hauptstadt seines neu gegründeten
Königreiches.
Nur wenig erinnert heute noch an diese Vergangenheit. Mit ein paar Märkten,
drei interessanten Tempeln und mit Liebe unterhaltenen Museen ist die
Stadt hauptsächlich beliebt und geschätzt wegen ihrer trotz
zunehmendem Tourismus angenehm entspannten Atmosphäre und als bester
Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung. (Keine der wichtigsten
Sehenswürdigkeiten liegt mehr als einen Tagesausflug weit entfernt).
Die Landschaft der Provinz ist geprägt von fast unberührten
Berglandschaften (z.T. Ausläufern des Himalaya) und Wäldern
und gehört zu den schönsten Thailands. Demgegenüber wird
ca. ein Drittel der Provinz land-wirtschaftlich genutzt. So gibt es
z.B. Hochplateaux, die einen traumhaften Blick über die Weite der
Reisfelder bieten. Die Reiseproduktion in dieser Region ist die ertragreichste
Thailands.
Wie überall im Norden Thailands sind die zahlreichen Bergstämme
immer einen Ausflug wert. Bemerkenswert ist deren kulturelle Vielfalt:
Lava, Khamu, Shan, Laoten, Chinesen und Mon leben hier friedlich miteinander.
Chiang Rai - Stadt
Wat Phra Kaeo
Im Chedi der traditionellen Lanna-Tempelanlage mit den typischen, üppigen
Holzschnitzereien und Blattgoldver-zierungen wurde 1436 unter einer
Gipsschicht der berühmte Smaragd-Buddha entdeckt, der heute im
Wat Phra Kaeo des Grand Palace in Bangkok aufbewahrt wird. Sehenswert
sind ebenfalls der Wat Phra Singh mit einer der ältesten
Buddhastatuen Thailands und der Wat Ngam Muang.
Haw Kham Mae Fah
Luang Royal Museum
Ein klassisches Teakholzgebäude im Lanna-Stil. Die meisten Exponate
sind religiöser Natur – hölzerne Buddha-statuen, Fächer
für Mönche, geschnitzte Paravents, aber auch Schwerter, andere
Waffen, Grenzsteine etc.
Oub Kham Museum
beherbergt eine interessante Sammlungen von Gegenständen aus dem
Besitz der alten Königshäuser Lannas: prunkvolle Sänften,
Howdahs (Ele-phantensessel), Fächer aus Pfauenfedern, golddurchwirkte
Stoffe und Gewän-der, Silberschmiedearbeiten und Statuen.
Wat Rong Khun
etwas ausserhalb der Stadt gelegen: für einmal keine "alte"
Tempelanlage, sondern ein Neubau, dessen end-gültige Fertigstellung
noch nicht ab-sehbar ist. Der Bau wird kaum in Reiseführern erwähnt
und ist deshalb bei Touristen wenig bekannt. Architekt und Bauherr des
einzigartigen, ganz in weiss gehaltenen Tempels ist der Thai Chalermchai
Kostpipat.
Chiang
Rai - Provinz
Mae Chan
29km nördlich von Chiang Rai ist überwiegend von Bergstämmen
wie Akha und Yao bewohnt, die hier traditio-nellen Silberschmuck und
andere Kunsthandwerksprodukte verkaufen.
Chiang Saen
wurde vermutlich 1325 gegründet und liegt am Ufer des Mekong. Bedeutende
Tempelruinen und Teile einer alten riesigen Stadtmauern, ein Museum
u.a. mit einer Sammlung von Buddhafiguren im Chiang Saen-Stil und vielen
anderen Kunstschätzen lohnen den Besuch. Zum Tempel Wat Phra That
Chom Kitte auf einem Hügel nord-westlich der Stadt führen
300 Stufen hinauf.
Chiang Saen Lake
Berühmt für seine stimmungsvollen Sonnenuntergänge.
Doi Tung
Der Berg (1800m ü.M) im äussersten Norden der Provinz, direkt
an der Grenze zu Myanmar ist ein beliebter Ausflugsort. Hier wurden
auf Initiative der Mutter von König Bhumiphol zahlreiche Entwicklungsprojekte
lanciert, die die Lebensbedingungen der Bergbewohner nach Einstellung
des Opiumanbaus verbessern. Zu besichtigen sind einige Produktionsbetriebe
für Teppiche und Textilien bzw. Kaffee- und Orchideenplantagen.
Höhepunkte auf dem Doi Tung Berg sind die im Schweizer Chalet-Stil
erbaute Villa der Königinmutter und der Botanische Garten von Mae
Fah Luang: die Vielfalt an blühenden Bäumen, Stauden und Blumen
aus den Tropen und gemässigten Zonen ist harmonisch und betörend
komponiert.
Goldenes Dreieck
– natürlich ein „Must“ für alle Besucher
der Provinz Chiang Rai ist die Region, wo Laos, Myanmar und Thailand
aneinanderstossen. Mieten Sie ein Longtail-Boot und lassen Sie sich
den Mekong hinauf fahren. Linksufrig sind Thailand und Myanmar, rechtsufrig
ist Laos. Es gibt viel zu sehen: Fischerboote, Hausfrauen beim Waschtag
im Mekong, spazierende laotische Mönche, spielende Kinder etc.